Beste Craps Online Casinos Österreich 2026: wo die Lizenz liegt und was sie kostet
Wer in Österreich „Craps online“ sucht, stößt zuerst auf zwei Dinge: auf ein Würfelspiel mit vergleichsweise niedrigem Hausvorteil auf den Standardwetten und auf eine ungewöhnlich klare Rechtslage. Die Republik vergibt seit Jahrzehnten nur eine Konzession für Internet-Glücksspiel, und diese eine hält die Österreichische Lotterien mit win2day. Alles andere, was einem auf Werbeplakaten und in Bonus-E-Mails begegnet, ist für österreichische Spielerinnen und Spieler nicht autorisiert. Diese Seite beschreibt, was win2day selbst anbietet, wie die Limits und Schutzmechanismen greifen, was Craps als Spiel ausmacht – und was im Streitfall mit einem ausländischen Anbieter tatsächlich passiert ist. Stand: 30 September 2026, geprüft gegen das Glücksspielregister und die österreichische Judikatur.

Inhaltsverzeichnis
- Spielauswahl und Spielkatalog: was „Craps“ auf einem Online-Tisch überhaupt bedeutet
- Rangliste und Bewertungsraster: warum ein „Ranking“ hier zur Liste wird
- Konzession und Rechtslage: warum die Lizenzfrage alles andere überholt
- Spielerschutz und Selbstsperre: die Werkzeuge, die das Gesetz vorschreibt
- Limit und Verlustband: was die win2day-Limits für ein realistisches Spiel bedeuten
- Anbieter im Überblick: was die Marken, die österreichische Spielerinnen und Spieler treffen, jeweils sind
- Häufige Fragen zu Craps und zur Rechtslage in Österreich
Spielauswahl und Spielkatalog: was „Craps“ auf einem Online-Tisch überhaupt bedeutet
Craps ist ein Würfelspiel, das im amerikanischen Casino zur Institution geworden ist, in Europa aber ein Nischendasein führt. Die Regeln sind schnell erklärt, die Wetttiefe macht das Spiel kompliziert: Der Shooter wirft zwei Würfel, und der erste Wurf entscheidet sofort – eine 7 oder 11 ist ein „Natural“ und gewinnt die Pass-Wette, eine 2, 3 oder 12 ist „Crap“ und verliert sie. Alles andere, also 4, 5, 6, 8, 9 oder 10, wird zum „Point“. Ab dann wird so lange weitergewürfelt, bis der Point erneut fällt (Pass gewinnt) oder eine 7 vor dem Point fällt (Pass verliert).
Die Wetten unterscheiden sich massiv im Hausvorteil. Die Pass-Wette zahlt 1 zu 1 und hat einen Hausvorteil von 1,41 Prozent, die Don’t-Pass-Wette liegt laut deutschsprachiger Quelle bei 1,40 Prozent – die englische Wikipedia nennt für dieselbe Wette 1,36 Prozent, was den üblichen Messunterschied zwischen „Bar-12“ und vollständiger Auszahlung widerspiegelt. Wer den Hausvorteil weiter drücken will, kann hinter seinem Pass oder Don’t Pass eine „Odds“-Wette platzieren, die keinen Hausvorteil trägt und das einzige mathematisch faire Element im Spiel ist: 2 zu 1 auf 4 oder 10, 3 zu 2 auf 5 oder 9, 6 zu 5 auf 6 oder 8. Diese Wette muss aber hinter einer Linie angesagt werden und gilt nur in Verbindung mit dem ursprünglichen Pass oder Don’t Pass.
Auf der anderen Seite stehen die proposition bets, die auf dem Tisch verlockend aussehen und das Spiel in einen schlechten Handel verwandeln. Die Any-Seven-Wette zahlt 4 zu 1 – und trägt einen Hausvorteil von 16,67 Prozent, das ist der höchste unter den Standardwetten. Place-Wetten auf 6 oder 8 zahlen 7 zu 6 mit 1,52 Prozent Hausvorteil, auf 5 oder 9 immerhin 4,00 Prozent. Wer nicht versteht, was er wettet, zahlt am Craps-Tisch am meisten.
Die Wahrscheinlichkeitsbasis ist statisch: Bei zwei fairen Würfeln gibt es 36 mögliche Augensummen, die 7 fällt mit 6 von 36 oder rund 16,67 Prozent am häufigsten, die 2 und die 12 mit je 1 von 36 am seltensten. Diese Verteilung ist die einzige Konstante am Tisch – alles andere, von der Spielmechanik bis zum Hausvorteil, ist Designentscheidung des Anbieters.
Wie Craps auf den österreichischen Online-Markt kommt
win2day bietet das Spiel nicht, das in seinem elektronischen Lotterien-Angebot nur teilweise abgebildet wird. Das Live-Casino-Sortierendh bei Casinos Austria konzentriert sich auf Roulette, Black Jack und Baccarat – Craps ist in den österreichischen Spielbanken selten und in win2days Online-Lotterien bislang kein fester Bestandteil des Katalogs. Wer in Österreich Craps um echtes Geld spielen will, landet entweder bei einem Live-Dealer-Tisch eines ausländischen Anbieters oder bei einer RNG-basierten Craps-Variante – beides läuft außerhalb der österreichischen Konzession.
Das hat Folgen für die Spielauswahl: Lizenzierte Anbieter tragen die GSpG-Pflichten zu Spielerschutz, Limits und Identitätsprüfung, dafür ist der Craps-Tisch eher die Ausnahme als die Regel. Unlizenzierte Anbieter tragen diese Pflichten nicht, sind dafür aber rechtlich nicht autorisiert. Die „beste Auswahl“ an Craps-Tischen liegt also paradoxerweise bei den Anbietern, die in Österreich keine Lizenz haben.
Funktionsweise der elektronischen Lotterien im Vergleich
Das Glücksspielgesetz definiert Online-Casino-Spiele als „elektronische Lotterien“ (§ 12a GSpG) und fasst sie in eine einzige Konzessionskategorie. Roulette, Black Jack, Slots und – soweit angeboten – Craps fallen alle unter dieselbe Lizenz. Wer „verschiedene Spiele“ erwartet, weil sie in Malta in getrennten Produktlizenzen geführt werden, sieht sich in Österreich mit einer Monokonzession konfrontiert. Die Spielmechanik unterscheidet sich, die rechtliche Hülle nicht.

| Funktionsweise | Marke | Status in Österreich | Rechtsprechung | Craps im Angebot |
|---|---|---|---|---|
| Österreichische Lotterien | win2day | Konzession § 12a GSpG (bis 30. September 2027) | — | Nicht verfügbar |
| Hillside (Gibraltar) Ltd | bet365 | keine Konzession | — | keine Angabe |
| EU Lotto Ltd | Lottoland | keine Konzession | — | keine Angabe |
| LeoVegas Gaming PLC | LeoVegas | keine Konzession | — | keine Angabe |
| Tipico Group Ltd | Tipico | keine Konzession | — | keine Angabe |
| Betway Limited | Betway | keine Konzession | — | keine Angabe |
| Mr Green Limited | Mr Green | keine Konzession | OGH-Verurteilung 2021, rechtskräftig 2022 | keine Angabe |
| bet-at-home | bet-at-home | keine Konzession | OLG Linz zugunsten Spielers, OGH-Rückverweisungen | keine Angabe |
| ElectraWorks (bwin) | bwin | keine Konzession | OGH-Urteil 25. Juni 2021, ~73.000 € zurück | keine Angabe |
| Österreichische Sportwetten | Tipp3 | keine Online-Casino-Konzession | — | kein Casino |
Die Spalte „Craps im Angebot“ bleibt überall ohne belastbare Angabe: Weder die österreichische Konzession noch die ausländischen Lizenzurkunden tragen einen Craps-spezifischen Befund. Was ein einzelner Anbieter auf seiner Webseite an Live-Tischen führt, ist eine andere Frage als die, was er in Österreich anbieten darf.
Rangliste und Bewertungsraster: warum ein „Ranking“ hier zur Liste wird
Die Idee einer Top-10-Rangliste der „besten Craps-Casinos in Österreich“ hat ein rechtliches Vorfeld. Es gibt ein einziges lizenziertes Angebot, und der Rest des Marktes ist für österreichische Spielerinnen und Spieler nicht autorisiert. Eine Rangliste, die Lizenzstatus ignoriert, reiht Unrechtmäßigkeit in willkürlicher Reihenfolge auf – das ist kein Bewertungsraster, das ist Marketing. Wer trotzdem eine sinnvolle Reihenfolge bauen will, sortiert die Kriterien transparent: Lizenzstatus zuerst, dann Schutzmechanismen, dann Spielangebot, dann Zahlungsmodalitäten.
Lizenzstatus
In Österreich vergibt das Bundesministerium für Finanzen die Konzessionen. Für Online-Glücksspiel ist derzeit ein einziger Empfänger im Register: die Österreichische Lotterien Gesellschaft m.b.H. mit der Marke win2day, Sitz Rennweg 44, 1038 Wien. Die Konzession läuft bis 30. September 2027. Der Gesetzesentwurf zur GSpG-Novelle wurde am 4. August 2026 der Europäischen Kommission notifiziert; danach gilt eine dreimonatige Stillhaltefrist, vor deren Ablauf keine parlamentarische Beschlussfassung erfolgen kann. Der Entwurf sieht eine unabhängige Behörde und offene Fünf-Jahres-Lizenzen ab 1. Oktober 2027 vor – das ist Stand des Entwurfs, kein geltendes Recht.
Alle anderen in dieser Seite genannten Anbieter – bet365, Lottoland, LeoVegas, Tipico, Betway, Mr Green, bet-at-home, bwin – halten keine österreichische Konzession. Das bedeutet nicht, dass ihre Lizenzen wertlos sind: bet365 läuft unter Gibraltar-Remote-Glücksspiellizenzen RGL Nr. 76, 78, 129 und 130, LeoVegas und Betway halten aktive britische Gambling-Commission-Lizenzen für Casino und General Betting Standard. Für österreichisches Recht ist das unerheblich: Die Konzession entscheidet das Bundesministerium für Finanzen, nicht die Behörde am Sitz des Anbieters.
Schutzmechanismen
Das GSpG verlangt von win2day ein Bündel an Spielerschutzmaßnahmen: verpflichtende Identitätsprüfung, österreichischer Wohnsitz als Voraussetzung, Volljährigkeit, ein verpflichtendes Tages- und Wochenlimit, eine „Spielpause“ und das Recht auf „Selbstsperre“. Werbung muss einem „verantwortungsvollen Maßstab“ genügen (§ 56 GSpG). Bei ausländischen Anbietern greift davon nichts – sie verlangen zwar häufig eine Identitätsprüfung, aber aus Anti-Geldwäsche-Gründen, nicht aus dem österreichischen Spielerschutzregime.
Spielangebot
Craps ist in den großen Sortimenten der konzessionierten Anbieter in Österreich eine Randerscheinung. Wer das Spiel tatsächlich online spielen will, bewegt sich außerhalb der Lizenz – und damit außerhalb der Schutzmechanismen. Das ist die unbequeme Mitte der Frage: Die technische Verfügbarkeit von Craps und die rechtliche Erlaubnis fallen auseinander.
Zahlungen und Auszahlungswege
win2day akzeptiert Bankkarten, eps-Überweisung, E-Wallets und paysafecard, keine Kryptowährungen. Auszahlungen erfolgen auf das zur Einzahlung genutzte Konto. Bei ausländischen Anbietern ist die Spanie breiter – E-Wallets, Krypto, teilweise direkte Banküberweisung – aber wer dort spielt, bewegt sich außerhalb des österreichischen Regimes.
Bewertungsraster, transparent
Ein kombiniertes Bewertungsraster müsste also Lizenzstatus, Schutzmechanismus, Craps-Verfügbarkeit, Zahlungsmethoden und Auszahlungsdauer gewichten. Das Problem: Für die meisten ausländischen Anbieter liegt keine verlässliche österreichspezifische Auszahlungsstatistik vor, für win2day kein Craps-spezifischer Spielbefund. Was bleibt, ist eine ehrliche Matrix mit Lücken – und eine ehrliche Empfehlung, nur dort zu spielen, wo die Lizenz sitzt.
Konzession und Rechtslage: warum die Lizenzfrage alles andere überholt
Das österreichische Glücksspielrecht folgt einem klaren Modell: Internet-Glücksspiel ist ein staatliches Monopol, organisiert als Konzession. § 12a GSpG fasst Online-Casino-Spiele als „elektronische Lotterien“ zusammen und vergibt die Konzession an einen einzigen Anbieter. win2day, betrieben von der Österreichische Lotterien Gesellschaft m.b.H., ist dieser Anbieter. Die Konzession läuft bis 30. September 2027.

Die Folge ist nicht nur ein verwaltungstechnischer Status, sondern ein zivilrechtlicher Hebel: Spielverträge mit nicht konzessionierten Anbietern sind nichtig. Der Oberste Gerichtshof hat diese Linie seit 2020 in einer Reihe von Entscheidungen bestätigt. Am 22. Juni 2021 (1 Ob 229/20p) erklärte der OGH den Spielvertrag mit einem ausländischen Online-Casino für unwirksam; der klagende Spieler erhielt rund eine Million Euro zurück. Am 25. Juni 2021 entschied der OGH zugunsten einer burgenländischen Spielerin gegen ElectraWorks, die unter der Marke bwin mit Sitz Gibraltar rund 73.000 Euro verlorener Einsätze zurückzahlen musste. Mr Green wurde Ende 2021 in Österreich verurteilt, einem Spieler die verlorenen Einsätze zu erstatten; die Verurteilung wurde am 13. April 2022 rechtskräftig, nachdem die Berufung erfolglos blieb. Im Fall bet-at-home klagte ein Spieler auf Rückzahlung von rund 950.000 Euro Online-Roulette-Verlusten aus einem seit 2011 laufenden Verfahren; das Oberlandesgericht Linz entschied zugunsten des Spielers, der OGH verwies die Sache mehrfach an die erste Instanz zurück.
Was bedeutet „nichtig“ hier konkret? Der Vertrag ist von Anfang an unwirksam, als hätte er nie bestanden. Das hat zwei Folgen, die beide ungemütlich sind: Erstens kann der Spieler seine Einsätze zurückverlangen – das ist die Route, die in den genannten Urteilen erfolgreich war. Zweitens kann im Prinzip auch der Anbieter ausgezahlte Gewinne zurückfordern, weil auch die Gewinnübertragung auf einem nichtigen Vertrag beruht. In der Praxis klagen Anbieter selten auf Rückzahlung von Gewinnen, weil sie damit die Nichtigkeit selbst vor Gericht aufrollen und riskieren, dass die Justiz die Gesamtkonstruktion prüft. Aber die Möglichkeit besteht, und ein Spieler, der bei einem unlizenzierten Anbieter gewinnt und auszahlt, hat keine Garantie, dass das Geld bleibt.
Die unionsrechtliche Ebene stützt das österreichische Modell. In der Rechtssache C-77/24 (Wunner, Urteil vom 15. Januar 2026) wendete der Gerichtshof der Europäischen Union das Recht des Wohnsitzstaates auf Verträge mit ausländischen Glücksspielanbietern an. Das ist die Bestätigung dessen, was der OGH ohnehin judiziert hatte: Ein österreichischer Spieler kann sich auf österreichisches Recht berufen, wenn er bei einem ausländischen Anbieter spielt – und das österreichische Recht behandelt diesen Vertrag als nichtig.
Die geplante Reform und ihre offenen Fragen
Der Entwurf zur GSpG-Novelle liegt seit 4. August 2026 bei der Europäischen Kommission. Die dreimonatige Stillhaltefrist bedeutet, dass frühestens Anfang November 2026 ein parlamentarischer Beschluss erfolgen kann. Was der Entwurf vorsieht: eine unabhängige Aufsichtsbehörde statt der Konzessionsverwaltung im BMF, offene Fünf-Jahres-Lizenzen ab 1. Oktober 2027 statt der bestehenden Monokonzession, und eine übergreifende Limitdatei statt der operator-eigenen Limits. Bis dahin bleibt das geltende Recht in Kraft – der Entwurf ist nicht Gesetz und kann sich im parlamentarischen Verfahren noch ändern.
Was die Reform nicht vorsieht: eine Übergangsfrist für Spieler, die aktuell bei ausländischen Anbietern spielen. Wer heute spielt, spielt außerhalb der Konzession; wer ab dem 1. Oktober 2027 spielt, spielt möglicherweise unter einer Lizenz der neuen Behörde. Die Zwischenzeit ist eine Grauzone, die mit Inkrafttreten der Reform entweder durch Legalisierung oder durch verschärfte Vollstreckung beantwortet wird.
Was eine Konzession wert ist
Eine Konzession ist nicht nur ein Stück Papier. Sie verpflichtet den Lizenznehmer zur Einhaltung des GSpG, einschließlich der Spielerschutzregeln, der Werbebeschränkung und der Aufsicht durch das BMF. Verstöße können zum Entzug der Konzession führen. Für Spielerinnen und Spieler bedeutet das: Eine Plattform mit österreichischer Konzession unterliegt einem Regime, das im Streitfall greift – Limits, Identitätsprüfung, Auszahlungspflicht, behördliche Beschwerdestelle. Eine Plattform ohne Konzession bietet all das nicht und ist im Streitfall darauf angewiesen, dass der Spieler vor einem österreichischen Gericht klagt und dort die Nichtigkeit des Vertrags durchsetzt. Das funktioniert – die genannten Urteile zeigen es –, aber es ist ein Weg, kein Zustand.
Spielerschutz und Selbstsperre: die Werkzeuge, die das Gesetz vorschreibt
Wer in Österreich legal online spielt, spielt nicht anonym. Die Identitätsprüfung ist Pflicht, der Wohnsitz in Österreich wird verifiziert, das Mindestalter ist 18 Jahre. Wer spielen will, muss ein Konto mit echtem Namen führen, eine Einzahlung über ein auf den Namen lautendes Zahlungsmittel leisten und sich vor der ersten Auszahlung mit einem Identitätsdokument ausweisen.
Vor dem ersten Spiel verlangt win2day die Festlegung eines Einzahlungslimits und einer täglichen Spielzeit. Das ist keine App-Einstellung, sondern gesetzliche Pflicht: Wer kein Limit setzt, kann nicht spielen. Das Limit gilt pro Kalenderwoche für unter 26-Jährige niedriger als für Erwachsene; die genauen Beträge werden individuell bei der Kontoeinrichtung festgelegt und sind für den Spieler verbindlich. Die Logik dahinter ist klar: Unter 26-Jährige gelten als vulnerabler, weil sich Spielmuster in dieser Altersgruppe verfestigen.
Die Spielpause ist eine kurzfristige Pause, die der Spieler selbst aktiviert – typischerweise für 24 Stunden bis wenige Tage. Sie unterscheidet sich von der Selbstsperre, die eine anbieterübergreifende Sperre ist: Wer sich selbst sperrt, kann für die gewählte Dauer – typischerweise sechs Monate bis unbefristet – kein neues Konto bei win2day eröffnen und kein bestehendes Konto reaktivieren. Die übergreifende Sperrdatei, die ein lizenzierter Anbieter in Österreich mit anderen teilt, ist im aktuellen GSpG nicht vorgesehen – sie ist erst Teil des Reform-Entwurfs. Heute sperrt der Spieler dort, wo er spielt; morgen, möglicherweise, sperrt er sich übergreifend.
Spielsucht hat in Österreich eine eigene Infrastruktur. Die Spielsuchthilfe ist unter (01) 544 13 57 telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 10.00 und 13.00 Uhr erreichbar; persönliche Termine sind von Montag bis Samstag zwischen 8.00 und 20.00 Uhr möglich. Die Beratung ist kostenlos, anonym und nicht an eine Konzession gebunden – sie steht auch Angehörigen und Spielern unlizenzierter Anbieter offen. Wer merkt, dass er die Kontrolle verliert, muss dafür nicht erst Klage erheben.
Das Bundesministerium für Finanzen führt eine Stabsstelle für Spielerschutz (§ 1 Abs. 4 GSpG). Sie ist die Beschwerdestelle für Spielerinnen und Spieler, die sich von einem konzessionierten Anbieter falsch behandelt fühlen, und sie beobachtet den Markt. Für unlizenzierte Anbieter ist sie nicht zuständig – dort verweist sie an die Bezirksverwaltungsbehörde und das Strafrecht (§ 52 GSpG-Bußgelder, § 168 StGB).
Werbung und der „verantwortungsvolle Maßstab“
§ 56 GSpG verlangt von Lizenznehmern, einen „verantwortungsvollen Maßstab“ einzuhalten. Was das praktisch heißt, ist nicht abschließend definiert – die Behörde und die Rechtsprechung haben einen Korridor entwickelt, der Werbung mit Glücksspiel als Selbstverständlichkeit, Werbung an Minderjährige und Werbung mit irreführenden Gewinnchancen verbietet. Werbung für nicht konzessionierte Anbieter ist ohnehin verboten; sie kann als Ordnungswidrigkeit verfolgt werden.
Die praktische Folge: Bonusaktionen, „Free Spins“ und „Reload-Boni“, die einem in den sozialen Medien begegnen, kommen fast immer von nicht konzessionierten Anbietern. Der konzessionierte Markt in Österreich wirbt zurückhaltender – das ist kein Nachteil, sondern eine Folge der Regel. Ein Bonus, der laut und verlockend daherkommt, ist fast immer ein Bonus, der unter einer ausländischen Lizenz läuft.
Limit und Verlustband: was die win2day-Limits für ein realistisches Spiel bedeuten
win2day verlangt vor Spielbeginn zwei Eingaben: ein Einzahlungslimit und ein tägliches Spielzeitlimit. Beide werden im Facts-Bank nicht in konkreten Zahlen geführt, aber die Struktur ist klar: Der Spieler bestimmt selbst, wie viel Geld pro Woche auf das Konto darf und wie viele Stunden pro Tag gespielt werden. Das ist regulatorisch stärker als eine pauschale Werbeobergrenze, weil es am Einzelfall ansetzt – aber es verlässt sich darauf, dass der Spieler sich selbst korrekt einschätzt. Wer ein hohes Limit setzt, hat ein hohes Limit.
Die Logik der Limits ist einfach, aber sie hat eine Konsequenz, die in der Werbung verschwiegen wird. Wer wöchentlich 100 Euro einzahlt und an einem Tischspiel mit einem Hausvorteil von 1,41 Prozent spielt – der Pass-Wette –, verliert statistisch 1,41 Euro pro 100 Euro Umsatz. Bei einem vollen Ausschöpfen des Limits wären das 1,41 Euro pro Woche – wenig. Bei einem craps-spezifischen Profil mit zusätzlichen proposition bets, deren Hausvorteile zwischen 4 und 16,67 Prozent liegen, sieht die Rechnung anders aus: Wer etwa die Hälfte seines Umsatzes auf Place-Wetten mit 4 Prozent Hausvorteil und die andere Hälfte auf Pass-Wetten mit 1,41 Prozent verteilt, verliert statistisch rund 2,7 Prozent des Umsatzes. Bei 100 Euro Wochenlimit sind das 2,70 Euro pro Woche – immer noch wenig, aber die Zahl ist tagesgenau und setzt voraus, dass der Spieler sein Wochenlimit nicht in einer Sitzung verliert.
Die Frage, die sich aus dem Limit selbst stellt: Was passiert, wenn der Spieler das Wochenlimit in zwei Sitzungen ausschöpft? Die Sitzung 1 kostet ihn sein Limit, Sitzung 2 ist gesperrt – das Limit wirkt. Die Frage, die sich aus dem Limit nicht stellt: Was passiert, wenn der Spieler das Limit vor Spielbeginn zu hoch setzt? Hier ist der Mechanismus zahnlos, und genau hier setzt die Idee einer behördenübergreifenden Limitdatei an, wie sie der Reform-Entwurf vorsieht.
Ein Verlustband, nicht eine Zahl: Bei einem Wochenlimit von 100 Euro und diszipliniertem Spiel auf Standardwetten liegt der erwartete Wochenverlust in einer Spanne von rund 1,40 Euro (nur Pass-Wetten) bis rund 17 Euro (überwiegend proposition bets mit 16,67 Prozent Hausvorteil). Wer auf 200 Euro Wochenlimit spielt, verschiebt das Band proportional. Das ist die Spanne, in der sich das Limit tatsächlich auswirkt – alles darüber hinaus ist eine Frage der Disziplin und der Wettenwahl, nicht der Mechanik.
Anbieter im Überblick: was die Marken, die österreichische Spielerinnen und Spieler treffen, jeweils sind
win2day
win2day ist die einzige Plattform in Österreich, die eine Konzession für Online-Glücksspiel nach § 12a GSpG hält. Betreiberin ist die Österreichische Lotterien Gesellschaft m.b.H., Sitz Rennweg 44, 1038 Wien. Die Konzession läuft bis 30. September 2027. Das Angebot umfasst elektronische Lotterien – in der Praxis Slots, Roulette und Black Jack als Live-Stream aus den Casinos Austria-Standorten sowie Sportwetten über Tipp3. Craps ist im aktuellen Spielangebot derzeit nicht enthalten. Vor dem ersten Spiel verlangt win2day die Festlegung von Einzahlungs- und Spielzeitlimits, bietet Spielpause und Selbstsperre, akzeptiert nur österreichische Spieler mit verifizierter Identität und führt kein Krypto-Angebot. Auszahlungen gehen auf das eingezahlte Konto. Für jeden Spieler, der in Österreich legal online spielen will, ist dies die einzige Adresse.
Mr Green
Mr Green ist eine Marke von Mr Green Limited, die in mehreren europäischen Märkten aktiv ist, in Österreich aber keine Konzession für Online-Glücksspiel hält. Der Status vor österreichischen Gerichten ist eindeutig: Ende 2021 wurde Mr Green in Österreich verurteilt, einem in Österreich wohnhaften Spieler die verlorenen Einsätze zurückzuzahlen, weil Mr Green keine österreichische Konzession hatte. Die Verurteilung wurde am 13. April 2022 rechtskräftig. Das bedeutet: Wer dort gespielt hat, hat einen zivilrechtlichen Rückforderungsanspruch, und wer dort heute spielt, spielt mit dem Wissen, dass das Spiel rechtlich auf tönernen Füßen steht.
bet-at-home
bet-at-home ist auf dem österreichischen Markt sichtbar, hält aber keine Konzession unter dem GSpG. Der Rechtsstreit, der bet-at-home am prominentesten mit dem österreichischen Recht verbindet, läuft seit 2011: Ein Spieler klagte auf Rückzahlung von rund 950.000 Euro Online-Roulette-Verlusten, das Oberlandesgericht Linz entschied zugunsten des Spielers, der OGH verwies die Sache mehrfach an die erste Instanz zurück. Das Verfahren illustriert, wie langwierig die Rückforderung in der Praxis sein kann – selbst mit grundsätzlich erfolgreicher Ausgangslage am Berufungsgericht.
bwin
bwin wird in Österreich von ElectraWorks Limited betrieben, mit Sitz in Gibraltar. Auch bwin hält keine österreichische Konzession. Der OGH entschied am 25. Juni 2021, dass Spielverträge mit unlizenzierten Anbietern nichtig sind, und gab einer burgenländischen Klägerin recht, die von ElectraWorks rund 73.000 Euro Spielverluste zurückforderte. Das Urteil ist Bestandteil der Rechtsprechungslinie, die ausländische Anbieter in Österreich auf zivilrechtlicher Ebene greift.
bet365
bet365 wird von Hillside (Gibraltar) Ltd betrieben, Unit 1.1, First Floor, Waterport Place, 2 Europort Avenue, Gibraltar. Die Remote-Glücksspiellizenzen RGL Nr. 76, 78, 129 und 130 decken bet365 Casino und bet365 Sports ab. Für Österreich bedeutet das: Gibraltar-Lizenz, keine österreichische Konzession. Die Frage, ob bet365 österreichische Spieler aktiv bewirbt oder über Geo-Blockaden aussperrt, gehört zu den Punkten, die im Facts-Bank nicht abgedeckt sind.
Lottoland
Lottoland wird von EU Lotto Ltd betrieben, Sitz Office Suite A, Ocean Village Promenade, Gibraltar, mit den Lizenzen Betting RGL Nr. 066 und Gaming RGL Nr. 085. Auch hier: Gibraltar-Lizenz, keine österreichische Konzession. Lottoland positioniert sich primär als Lottoanbieter; Online-Casino-Spiele im engeren Sinn sind nicht der Kern des Angebots.
LeoVegas
LeoVegas Gaming PLC, Sitz Level 7, Plaza Commercial Center, Bisazza Street, Sliema, Malta, hält bei der britischen Gambling Commission unter Kontonummer 39198 aktive Lizenzen für Bingo, Casino und General Betting Standard. Für Österreich gilt: MGA-Hintergrund, britische Lizenz, keine österreichische Konzession. LeoVegas ist auf dem österreichischen Markt sichtbar, aber rechtlich nicht autorisiert für Online-Glücksspiel.
Tipico
Tipico Group Ltd. ist eine Gesellschaft maltesischen Rechts mit Sitz Tipico Tower, Vjal Portomaso, STJ 4011, St. Julian’s, Malta, eingetragen bei der Malta Business Registry unter der Nummer C75334. Auch Tipico hält keine österreichische Konzession. Die Marke ist im Sportwettensegment stark, in Online-Casino-Spielen außerhalb der Konzession.
Betway
Betway Limited, Sitz 9 Empire Stadium Street, Gzira, GZR 1300, Malta, hält bei der britischen Gambling Commission unter Kontonummer 39372 aktive Lizenzen für Casino und General Betting Standard. Wie die übrigen genannten Anbieter: keine österreichische Konzession. Betway ist auf dem österreichischen Markt präsent, aber zivilrechtlich auf der gleichen Seite wie Mr Green, bwin und bet-at-home.
Tipp3
Tipp3 ist die Sportwettenmarke der Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H., ebenfalls Rennweg 44, 1038 Wien, eingetragen beim Handelsgericht Wien unter FN 196645i. Sportwetten sind in Österreich durch die Länder konzessioniert, nicht durch den Bund; die Konzession, die Tipp3 hält, deckt keine Online-Casino-Spiele ab. Wer Casino spielen will, ist bei Tipp3 falsch – die Marke gehört zur Österreichische Lotterien-Gruppe, aber ihre Lizenz endet dort, wo Online-Casino-Spiele beginnen würden.
Häufige Fragen zu Craps und zur Rechtslage in Österreich
Ist „Craps online“ in Österreich legal?
Craps fällt als Casinospiel unter das Glücksspielmonopol des GSpG und ist nur dort legal, wo eine österreichische Konzession vorliegt. Aktuell hält nur win2day diese Konzession. Anbieter mit ausländischer Lizenz – Malta, Gibraltar, Curaçao – sind für österreichische Spielerinnen und Spieler nicht autorisiert; Spielverträge mit ihnen sind nach der OGH-Rechtsprechung seit 2020 nichtig.
Welcher Anbieter hat in Österreich eine Konzession für Online-Glücksspiel?
Die Österreichische Lotterien Gesellschaft m.b.H. mit der Marke win2day, Sitz Rennweg 44, 1038 Wien. Die Konzession läuft bis 30. September 2027 und deckt elektronische Lotterien, also Online-Casino-Spiele und Slots, ab. Sportwetten sind separat durch die Länder konzessioniert, etwa über Tipp3.
Kann man Verluste bei einem Online-Casino ohne österreichische Konzession zurückfordern?
Ja. Der OGH hat seit 2020 in mehreren Entscheidungen – etwa 1 Ob 229/20p vom 22. Juni 2021 und eine Entscheidung vom 25. Juni 2021 zugunsten einer burgenländischen Klägerin gegen ElectraWorks – bestätigt, dass Spielverträge mit nicht konzessionierten Anbietern nichtig sind und Spieler ihre Einsätze zurückfordern können. Die Verfahren sind zivilrechtlich, nicht strafrechtlich; im Erfolgsfall zahlt der Anbieter.
Welche Limits gelten bei win2day?
win2day verlangt vor Spielbeginn ein Einzahlungslimit und eine tägliche Spielzeitbegrenzung. Für unter 26-Jährige gelten strengere Wochenlimits als für Erwachsene; die genauen Beträge variieren nach gewähltem Limit. Zusätzlich gibt es Spielpause (kurzfristige Selbstsperre) und Selbstsperre (anbietergebundene Sperre für sechs Monate bis unbefristet). Eine übergreifende Sperrdatei ist erst Teil des Reform-Entwurfs.
Muss man Casino-Gewinne in Österreich versteuern?
Gewinne aus Glücksspiel sind für private Spielerinnen und Spieler in Österreich grundsätzlich nicht einkommensteuerpflichtig. Ein:e Spieler:in kann als „gewerbliche:r Spieler:in“ eingestuft werden, wenn die Spielteilnahme die Lebensgrundlage darstellt – dann greift die Einkommensteuer auf gewerbliche Einkünfte. Die Glücksspielabgabe, die Anbieter entrichten, ist keine Spielsteuer. Im Zweifel gilt: Steuerberater fragen.
Was ändert die geplante Reform des Glücksspielgesetzes?
Der Entwurf wurde am 4. August 2026 der Europäischen Kommission notifiziert; es folgt eine dreimonatige Stillhaltefrist, sodass frühestens Anfang November 2026 ein Parlamentsbeschluss möglich ist. Inhaltlich sieht der Entwurf eine unabhängige Aufsichtsbehörde, offene Fünf-Jahres-Lizenzen ab 1. Oktober 2027 und eine übergreifende Limitdatei vor. Bis zum Inkrafttreten bleibt das geltende Monopol mit der win2day-Konzession in Kraft.
Verfasst vom Team von „Casino Bonus Ratgeber”.
